Sprengel Stade wählt Synodale in Kirchenparlament

Elf Frauen und Männer vertreten den Elbe-Weser-Raum in Hannover

Stade/Elbe-Weser-Raum. Am gestrigen Sonntag fand die Wahl zur Landessynode statt, dem höchsten gesetzgebenden Gremium der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Aufgerufen zur Wahl waren Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, Pastorinnen und Pastoren sowie die Mitglieder der Kirchenkreistage. Für die elf Sitze, die in den beiden Wahlkreisen des Sprengels Stade zu vergeben waren, hatten sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten beworben.

Im Wahlkreis VII (Kirchenkreise Bremerhaven, Buxtehude, Cuxhaven-Hadeln, Stade und Wesermünde) wurden folgende Personen gewählt: Superintendentin Heike Burkert (Bad Bederkesa, Kirchenkreis Wesermünde), Pastor Dr. Lutz Meyer (Cuxhaven-Altenbruch, Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln), Diakon Matthias Schiefer (Cuxhaven, Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln), Günter Hagenah (Hollern-Twielenfleth, Kirchenkreis Stade), Ruth Scheffler-Hitzegrad (Cadenberge, Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln) und Hans-Christian Winters (Cuxhaven, Kirchenkreis Cuxhaven-Hadeln). Ruth Scheffler-Hitzegrad gehörte bereits der letzten Synode an.


Aus dem Wahlkreis VIII (Kirchenkreise Bremervörde-Zeven, Osterholz-Scharmbeck, Rotenburg und Verden) ziehen folgende Personen in die Landessynode ein: Pastor Martin Runnebaum (Gyhum, Kirchenkreis Bremervörde-Zeven), Angelus Müller (Oese, Kirchenkreis Bremervörde-Zeven), Hartmut Ladwig (Rotenburg, Kirchenkreis Rotenburg), Henning Mahnken (Gnarrenburg, Kirchenkreis Bremervörde-Zeven) und Eckart Richter (Osterholz-Scharmbeck, Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck). Hartmut Ladwig und Henning Mahnken sind zum ersten Mal in der Synode vertreten, alle anderen Gewählten sind bereits Synodale.


„Ich gratuliere allen gewählten Synodalen herzlich“, so Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy, der als leitender Geistliche dem Sprengel vorsteht. „Die Arbeit in der Synode ist eine wichtige Aufgabe am Auftrag unserer Kirche, das Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen. Die Synode hat eine Gesamtverantwortung für das kirchliche Leben, sie stellt Weichen, die für alle Kirchenkreise und Gemeinde bedeutsam sind. Auch wenn eine Menge an Arbeit und manchmal nicht einfachen Herausforderungen auf die Synodalen wartet: Ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihrer Tätigkeit und Gottes Beistand und Segen.“


Brandy würdigte aber auch diejenigen, die sich ebenfalls zur Wahl gestellt hatten: „Mein Dank und Respekt gilt allen, die sich zur Wahl stellten. Sie haben damit ihr Engagement für unsere Kirche nachdrücklich unter Beweis gestellt. Ich freue mich, wenn sie auch zukünftig ihre Tatkraft in die Gemeinden und Kirchenkreise einbringen."
Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis VII lag bei 61,3 %, im Wahlkreis VIII gaben 68,9 % der Wahlberechtigten ihre Stimme ab (Landeskirchendurchschnitt: 67,24 %). Im Schnitt ist die Wahlbeteiligung damit um rund 10 % gestiegen. Die konstituierende Sitzung der neuen Landessynode findet vom 20. bis 22. Februar 2014 im Henriettenstift in Hannover statt.

Information Landessynode
Für die Wahl zur Landessynode haben sich 130 Kandidatinnen und Kandidaten in insgesamt zehn Wahlkreisen aufstellen lassen. Die Landessynode hat insgesamt 75 Mitglieder, von denen 63 gewählt werden (35 Ehrenamtliche, 18 Ordinierte, 10 beruflich Mitarbeitende). Der Kirchensenat ernennt weitere zehn Synodale. Der Abt zu Loccum und ein Lehrstuhlinhaber bzw. eine Lehrstuhlinhaberin der Theologischen Fakultät in Göttingen sind verfassungsgemäß vertreten.

Die Landessynode repräsentiert durch unterschiedliche Glaubenstraditionen, Berufe, Milieus und Generationen die Vielfalt der Kirchengemeinden in der hannoverschen Landeskirche. Sie beschließt sämtliche Kirchengesetze, ist für den landeskirchlichen Haushalt verantwortlich und wählt den Landesbischof bzw. die Landesbischöfin. Ihre Mitglieder beraten während der beiden Tagungen pro Jahr relevante Themen des kirchlichen und öffentlichen Lebens. Dazu gehören theologische Fragen genauso wie der Umgang mit Kernenergie, Gentechnik, Migrationsfragen oder Herausforderungen des interkulturellen und interreligiösen Dialogs.

Stade, 30. September 2013 Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade

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