Leitende Geistliche aus dem Elbe-Weser Raum zu Gast in Genf

Gespräche beim ÖRK in Genf (v.l.): Dinesh Suna, Legesse Nigussu, Martin Krarup, Elke Schölper, Hans Christian Brandy, Olav Fykse Tveit, Thomas Kück, Jutta Rühlemann, Jörg Meyer-Möllmann, Susanne Wendorf-von Blumröder, Wilhelm Helmers, Susanne Briese und Thomas Casper. Foto: Privat

Landessuperintendent Brandy trifft Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen

Stade/Elbe-Weser-Raum. Unter Leitung von Landessuperintendent Dr. Hans Christian Brandy (Stade) reiste eine neun-köpfige Delegation der Leitenden Geistlichen zwischen Elbe und Weser nach Genf. Die evangelischen Superintendentinnen und Superintendenten waren zu Gesprächen beim Lutherischen Weltbund (LWB) und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) eingeladen. Beim ÖRK trafen sie u.a. Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit und informierten sich über den Stand der internationalen ökumenischen Arbeit.

„Das derzeitige Programm des ÖRK hat uns beeindruckt“, so Brandy. „Schwerpunkte sind das gemeinsame Gebet und das gemeinsame Engagement für Frieden und Gerechtigkeit.  Beispiele sind der Zugang zu sauberem Wasser in allen Ländern der Welt sowie die Arbeit für eine Gleichstellung von Frauen und Männern.“ Mit den Repräsentanten des LWB ging es besonders um den Stand der theologischen Gespräche zwischen den Konfessionen, gerade auch im Blick auf das Reformationsjubiläum.

Dem ÖRK gehören weltweit mehr als 500 Millionen Christen in 348 Mitgliedskirchen an. Zu ihnen zählen die Mehrzahl der orthodoxen Kirchen, zahlreiche anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte Kirchen, sowie viele vereinigte und unabhängige Kirchen.  Der LWB ist die Gemeinschaft von 145 lutherischen Kirchen in 98 Ländern, denen über 74 Millionen Christinnen und Christen angehören.

„Im Gespräch mit Generalsekretär Dr. Tveit fand ich besonders eindrücklich, wie in Zeiten großer Spannungen und auseinandertreibender Kräfte in der Welt die internationale Gemeinschaft der christlichen Kirchen dazu helfen kann, Brücken zu bauen und zur Versöhnung beizutragen.  Außerordentlich interessant war es zudem, im Jahr des 500. Jubiläums die Geschichte der Reformation noch einmal aus der Perspektive Genfs und der reformierten Kirche wahrzunehmen.“

Während des vier-tägigen Besuchs gab es darüber hinaus Gespräche mit dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte  über die Probleme von Menschen ohne Staatsbürgerschaft. Ein Besuch der lutherischen Gemeinde und der deutsch-schweizerischen reformierten Gemeinde rundeten das Programm in Genf ab.

Sonja Domröse, Pressesprecherin Sprengel Stade

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