Landessuperintendent Brandy gratuliert neuen Kirchenvorständen

Landesuperintendent Dr. Hans Christian Brandy hat den neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern, die in diesen Wochen in allen Kirchengemeinden im Sprengel Stade in ihr Amt eingeführt werden, zur Übernahme der Aufgabe gratuliert und ihnen für ihr Engagement gedankt. „Danke, dass Sie diese wunderbare und manchmal schwierige Verantwortung angenommen haben,“ schreibt Brandy in einem Brief an die Mitglieder der kirchlichen Leitungsgremien. Die Ehrenamtlichen würden viele Erfahrungen, neue Ideen und Vorstellungen in die Kirche einbringen, so der Regionalbischof für den Elbe-Weser-Raum weiter.

In dem Dankesbrief werden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher auch eingeladen, sich an einem besonderen Projekt in der Landeskirche zu beteiligen: Unter dem Motto „Um des Menschen willen – Zeit für Freiräume 2019“ können sie ein „Jahr der Besinnung, des Zögerns und der Experimente“ gestalten.

Regionalbischof Brandy sagt dazu: „Bei meinen Begegnungen im Sprengel treffe  ich auf viele hoch engagierte Menschen. Oft erzählen sie mir aber auch von hohen Belastungen und manchmal auch von Müdigkeit. Deshalb ist es ein wichtiges und gutes Signal, im Jahr 2019 einmal Tempo herauszunehmen, Zeit zum Durchatmen zu haben. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen dabei.“

Die Idee des Projekts ist, dass Menschen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen der Landeskirche für sich oder andere nach Freiräumen fragen oder Freiräume schaffen. „Wir möchten Impulse geben, um in der kirchlichen Arbeit sowie im persönlichen Leben Routinen zu durchbrechen und so Raum für neue Ideen zu schaffen. sagt Pastorin Dr. Karoline Läger-Reinbold, Geschäftsführerin für die „Zeit für Freiräume“.

Einige Initiativen existieren bereits längere Zeit. So kümmern sich ehrenamtliche Hospizhelferinnen und –helfer um schwer kranke Menschen und ermöglichen dadurch den Angehörigen einen freien Nachmittag oder einige Urlaubstage. Andere Projekte starten gerade erst. Eine Kirchengemeinde lässt einen ungenutzten Grünstreifen zur Streuobstwiese und damit zum Freiraum für Insekten werden. Eine andere Gruppe hat sich vorgenommen, "frei von" Plastik zu leben und Erfahrungen mit dieser Veränderung zu sammeln.

Wichtig sei auch der Diskussionsprozess über mögliche Freiräume und eine veränderte Jahresplanung im kommenden Jahr: „Was passiert, wenn wir tatsächlich einmal weniger tun, wenn wir die Stille suchen und nicht die Aktion? Es soll ein Jahr der Unterbrechung und des Neubeginns, der Besinnung und des Fragens sein“ sagt Karoline Läger-Reinbold. „‚Um des Menschen willen‘ wollen wir uns die Zeit nehmen, in unserer schnelllebigen Gesellschaft über nötige Veränderungen und die Quelle der Kraft und der Hoffnung nachzudenken.“

Im September erscheint ein Begleitbuch mit Texten, Gebeten und weiteren Impulsen für die Gestaltung der Zeit für Freiräume 2019. Weitere Ideen und Materialien stehen auf der Internetseite www.freiraeume2019.de zur Verfügung.

 

Sonja Domröse

Pastorin und Kommunikationsmanagerin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Stade

Zurück