61. Aktion Brot für die Welt: Veranstaltungen im Kirchenkreis

In 2019 unterstützt Brot für die Welt u.a. das Projekt „Gerechtigkeit für die Verschwundenen“ in Mexiko (Titelbild Projektbeispiel Brot für die Welt)

Am 1. Dezember 2019, dem 1. Advent, startet die 61. Aktion Brot für die Welt. Die ev.-luth. Gemeinden im Kirchenkreis Bremerhaven unterstützen diese Aktion. Am Samstag vor dem ersten Advent bieten die ev. Jugend Geeste und der Kirchenvorstand der Marien- und Christuskirchengemeinde Brot auf dem Wochenmarkt in Geestemünde an und bitten um eine Spende für die Arbeit von Brot für die Welt. In der Alten Kirche in Lehe lädt Pastor Johann de Buhr zum Gottesdienst am Sonntag, den 1. Dezember, um 10 Uhr zur Eröffnung der diesjährigen Aktion Brot für die Welt ein.

Die 1959 gegründete Stiftung Brot für Welt ist eine Hilfsorganisation der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland. Sie leistet Hilfe zur Selbsthilfe und unterstützt mehr als 1300 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Auch die Wahrung der Menschenrechte und die Sicherung des Friedens zählen zu den zentralen Zielen ihrer Arbeit. Die Hilfsorganisation steht Menschen bei, denen Gewalt oder Unrecht angetan wurde, setzt sich für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten ein und engagiert sich für Frieden und Versöhnung.

Eines der Projekte unterstützt Menschen in Mexiko auf der Suche nach ihren Angehörigen. In Mexiko gelten mehr als 40.000 Menschen offiziell als verschwunden. Da der Staat wenig tut, um ihr Schicksal aufzuklären, suchen die Angehörigen selbst nach ihnen. Es sind Mütter, die ihre verschwundenen Kinder suchen. Schwestern suchen ihre Brüder, Ehefrauen ihre Gatten. Betreut werden sie von SERAPAZ, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt. Sie bietet psychologische Unterstützung an, informiert über gerichtsmedizinische Methoden, vernetzt die Betroffenen miteinander. So ist eine nationale Opferbewegung entstanden.

In vielen anderen Ländern dieser Erde werden die Rechte der Armen und Ausgegrenzten mit Füßen getreten ‒ oft genug auch von staatlichen Stellen. Günstlingswirtschaft, Korruption und fehlende Rechtssicherheit verhindern, dass Menschen ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen können. Not, Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung zwingen immer mehr Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Gegenwärtig sind fast 70 Millionen Menschen auf der Flucht, etwa 250 Millionen suchen als Migrantinnen und Migranten in anderen Ländern Arbeit, Schutz und Glück.

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