Herbstliche Orgelmusiken in der Christuskirche

Sonntag, 4. September, 18.00 Uhr

I. Konzert: Stummfilm-Improvisationskonzert: „Metropolis“ (Fritz Lang 1927)

mit Prof. Wolfgang Seifen (Berlin)

Eintritt: € 8,– (7,–)

Kino im Kirchenschiff: Eine 2,5 stündige Geschichte über die überdimensionierte und technisch entfesselte Stadt „Metropolis“: zwischen dem Aufruhr der Arbeiter, der Erschaffung des Maschinenmenschen „Marie“ sowie dem Toben des Meeres im Untergrund und der Führungsschicht im Amüsierviertel „Yoshiwara“, die es sich paradiesisch gut gehen lässt.

In einer Person vereinen sich die politische und wirtschaftliche Macht in Metropolis: Im „Neuen Turm Babel“ regiert Joh Fredersen absolutistisch über Ober- und Unterstadt. Für den Herrscher als das „Hirn“ sind Menschen lediglich ausführende „Hände“ in der Arbeitsmaschinerie. Doch das Menschliche – Liebe und Freundschaft, Revolte und Rache – vermag auch die technisierte Welt der Zukunftsstadt zu erschüttern.

Fritz Lang behauptet, er habe bei seiner Amerikareise auf dem Schiff vor dem Hafen von New York, der Wolkenkratzer und beleuchteten Straßen ersichtig, die Geschichte von Metropolis ersonnen.

Wolfgang Seifen ist in Bremerhaven vor allem durch seine beiden letzten Stummfilmimprovisationen zu „Faust“ und „Nathan der Weise“ beliebt und bekannt. Seifen zählt mit seinem individuellen, farbenreichen und virtuosen Orgelspiel weltweit zu den führenden Improvisationskünstlern auf der Orgel. Er war Organist an der Päpstlichen Marienbasilika zu Kevelaer. Parallel leitete er die Orgel­klasse für Improvisation an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Von 1992 bis 2000 hatte er die gleicher Funktion an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, wo er 1995 zum Honorar­professor ernannt wurde. Seit Oktober 2000 ist er Professor für Improvisation an der Universität der Künste in Berlin. 2004 wurde er zum Titular­organisten an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin berufen und ist dort künstlerischer Leiter des Internationalen Orgel­improvisations­festivals Berlin. Ferner zeichnet er sich aus durch etliche Rundfunk- und Fernseh­produktionen und CD-Einspielungen mit Orgelimprovisation.



Prof. Wolfgang Seifen

 

 

Sonntag, 18. September, 19.00 Uhr

II. Konzert: Orgel-Schlagzeug-Jazzkonzert: „Springdance“

Schlagzeug: Jochen Welle

Orgel: Hans-Martin Limberg

Eintritt: € 7,– (6,–)

"Auf der Suche nach der eigenen Ur-Melodie, der Musik, die jeder Mensch in seinem Innern hört, entsteht meine Musik. Das Schöne am Leben ist, dass die wirklich wichtigen Dinge geschenkt sind, wie Musik, Liebe und das Leben selbst. Deshalb sollten wir diese Geschenke so oft wie möglich empfangen und genießen", ist die Devise von Hans-Martin Limberg.

Der 1961 in Münster Geborene ist seit 1986 freischaffender Musiker. Seitdem hat er Filmmusiken für den WDR, aber auch zahlreiche Kompositionen für Chor, Orgel und Klavier sowie für Saxofon und Orgel geschrieben. Seit 1996 gibt er Orgelkonzerte mit Eigen­kompositionen sowie Konzerte als Jazzpianist.

Jochen Welle, 1956 ebenfalls in Münster geboren, ist seit 1980 professioneller Schlagzeuger im Jazz-, Big-Band-, Rock-, Blues- und Popbereich. Er nahm nicht nur zahlreiche Platten auf, sondern hatte unter anderem auch Auftritte im Rundfunk und Fernsehen. Etliche Tourneen führten ihn in Länder wie Russland, Spanien, Italien, Frankreich oder Argentinien. Als Schlagzeug­dozent ist er seit 1982 an der Musikschule Dülmen sowie seit 1986 an der Musikschule Steinfurt tätig, wo er Begründer der dortigen Schlagzeug­klassen ist.

Die ungewöhnliche Kombination von Orgel und Drums bietet ein Klangerlebnis voller Überraschungen und neuer Hörerfahrungen. Hans-Martin Limberg versteht es, musikalische Spannung aufzubauen, mit der er seine Hörer in den Sog der Musik zieht. Seine Eigen­kompositionen hat er zum Teil mit Jochen Welle kreiert, so dass sehr viel Freiraum für Improvisation bleibt.

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