Bach goes ART - Oder: Bibelarbeit mal anders

In der Passionszeit trafen sich in der Petruskirche jeden Montag eine Gruppe von 10  -12 Menschen im Alter zwischen 10 und 50 Jahren, um gemeinsam ein besonderes Projekt zu erleben. Vivian Glade stellte ihnen in 6 Teilen die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach vor, erklärte biblische und musikalische Hintergründe und stieß dabei selbst bei den Jüngsten auf offene Ohren und Herzen.
Claudia Gattner, Kunstpädagogin und Denkmalpflegerin, begleitete nach dem jeweils ca. einstündigen Vortrag den kreativen Teil. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bannten ihre persönlichen Eindrücke vom Projekt mit Acryl auf kleine Leinwände oder fertigten Aquarelle an. Und an jedem Passionsgottesdienst in der Petruskirche gab es für die Gottesdienstbesucher die Möglichkeit, die Ergebnisse zu bewundern. So entstand ein Passionsweg ganz besonderer Art. 

Die Teilnehmer stießen fast ausschließlich zum ersten Mal auf das Wort „Passion“ und das Matthäusevangelium. Sie erlebten Leid und Schmerz Jesu und seiner Jünger mit. Die Panik der Jünger bei der Ankündigung des Verrats durch Judas fand Platz.  Man litt mit Petrus, der nach seiner Verleugnung Jesu weint. Man diskutierte die Rolle des Judas und sein Entsetzen über das Todesurteil, das über Jesus gefällt wurde, lernte das von Bach immer wieder benutzte „Braut und Bräutigam“-Bild kennen (Jesus als der Bräutigam, das Volk Israel als Braut). Dabei spielte das malerische Können keine Rolle. Von ganz abstrakten bishin zu detailreichen Malereien enstand eine unglaubliche Vielfalt.
Die Ergebnisse des Projektes werden am Ostermontag, 21.04., um 18 Uhr in der Petruskirche vorgestellt, dann erst entsteht das dazugehörige Osterbild gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern.

Ein ähnliches Projekt ist auf Wunsch der Teilnehmer bereits für den Herbst 2014 in Planung. 

Vivian Glade
Koordinatorin für Kinder- & Jugendmusik und Kultur

Zurück