Andacht August 2017

Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.

Wer kennt es nicht, dieses wunderschöne Lied von Paul Gerhardt. Viele sind verwundert, wenn sie erfahren, dass es im Gesangbuch steht – haben sie es doch für ein Volkslied gehalten.

Paul Gerhardt hat dieses Lied gedichtet, um mit der staunenden Beschreibung der Schönheit der Natur hinzuweisen auf den gütigen Gott, der es gut mit uns meint. Am Ende der Schöpfungsgeschichte steht: Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut – das Lied „Geh aus mein Herz“ ist eine lange (immerhin 15 Strophen!) Auslegung dieses Satzes.

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Andacht Juli 2017

Und wieder ein Regentag ... „Alles ist verregnet“ „... so‘n Mist!“  - Gedanken an Sommertagen, wenn Grillpartys ins Wasser fallen.

Eilig oder vorsichtig überwinden oder überspringen wir im Regen Pfützen. Freiwillig nach draußen gehen wir dann nur, wenn ein Weg sofort gemacht werden muss. Selbst der Boden in den Bussen kann da unerwartet rutschig sein.

Gleichzeitig kann es auf See spannend sein, Wolken in der Ferne zu zusehen. Dunkle, tiefhängende Wolken ziehen schnell herauf. Es wird dunkler und dunkler, Regen fällt in schweren Tropfen. Vom Schiff aus kann es spannend sein, Blitze und eine Regenwand in der Ferne zu beobachten - vor allem wenn das Regenradar beruhigt: Direkt über uns ist keine Gefahr.

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Monatsspruch Juni 2017

Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen. (Apostelgeschichte 5, 29)

»Warum soll ich an Gott glauben, ja - mehr noch - gehorchen? Was habe ich davon?« Dies habe ich schon so oft gehört, und vielleicht auch selber schon mal gedacht(?).

Wir sind es gewohnt, eine Kosten–Nutzen–Rechnung für alle Dinge, Leistungen, Zuwendungen aufzustellen. »Schenke ich dir das ... bekomme ich bestimmt irgendwann etwas in ähnlichem Wert zurück«. Dies ist ein recht gängiges Lebensschema. Da macht der Glaube keine Ausnahme. »Warum soll ich jeden Sonntag in die Kirche gehen?«, »Was habe ich vom Glauben?«, »Kirche kostet doch bloß Geld«.

Hm, da stehe ich nun und versuche im Gespräch über diese Fragen oft auf die Geborgenheit hinzuweisen, die der glaubende Mensch durch Gott erfährt. Ich selbst habe diese Geborgenheit in den letzten Wochen und Monaten dankbar erleben dürfen, dieses tiefe Empfinden, du wirst getragen, auch wenn manches so düster auszusehen scheint. Ich erlebe es so, merke aber, wie schwer es mir fällt, andere Meinungen damit zu ändern, wie schwer es mir fällt, andere von meinen Glaubenserfahrungen zu überzeugen.

Biblische Geschichten berichten, wie Jesus für viele der letzte Strohhalm war, an dem sie sich festklammerten. Er half ihnen, ermöglichte die Rückkehr in das gesellschaftliche Leben und eröffnete neue Lebensperspektiven ...

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Monatsspruch Mai 2017

Eure Worte sollen immer freundlich und mit dem Salz der Weisheit gewürzt sein.
Kolosser 4,6 nach der Neuen Genfer Übersetzung

Auf dem Weg zum Dienst laufe ich über einen großen Parkplatz einer Schule. Aus der Ferne sehe ich eine junge Mutter, vielleicht eine Lehrerin, die ein etwa 6 Monate altes Baby im praktischen Tragesack vor ihrem Bauch trägt. Diese Tragesäcke sind etwas Feines und ich erinnere mich an die Zeit, als auch ich meine Kinder darin ganz nah bei mir getragen habe und gleichzeitig beide Hände frei hatte. Die Frau wirkt sehr beschäftigt. Sie steht vor der offenen Kofferraumklappe ihres Wagens. Darin stehen mehrere große Plastikkisten mit Kuchen und Brötchen. Ich frage mich, ob sie es wagt, mit dem Kind vor dem Bauch diese Kisten aus dem Auto zu holen. "Das schaffe ich allein!", wird sie sich gedacht haben. Mir fällt ein, dass auch ich oft mit Kind in Situationen gekommen bin, wo ich dachte: Bevor du jemanden fragst, hast du es schneller alleine erledigt! 

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Andacht April 2017

Glauben Sie an Zufälle? Ich nicht – schon gar nicht seit einem Erlebnis vor ein paar Wochen.
Da war eine alte Dame gestorben. Ich kannte sie und ihre Familie ein wenig. Sie war früher recht aktiv in der Gemeinde, kam zum Seniorenkreis. Ich hatte sie öfter zum Geburtstag besucht und auch ihre Tochter kennen gelernt. Dabei hatten wir festgestellt, dass sie lange in einem Ort gelebt hatte, in dem ich als Kind ebenfalls viel Zeit verbracht habe, weil meine Patentante dort wohnte. Gemeinsam hatten wir uns immer wieder gern an jenen Ort erinnert.
Nun war sie also gestorben, und ich war zum Gespräch bei ihrer Tochter. Sie erzählte von der Mutter, von deren Kindheit mit den Geschwistern und auch, wie schwer es war, so oft Abschied nehmen zu müssen. Sie war die jüngste in einer großen Schar. Aber die Verbindung zu den Nichten und Neffen war seit Jahren kaum mehr vorhanden und nun vollkommen eingeschlafen. Wir kamen auch wieder auf den Ort von früher zu sprechen und auf den Mädchennamen der alten Dame.
Und da geschah das, was mich sicher sein lässt, dass es Zufälle nicht gibt ...

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Andacht März 2017

Wie werden Sie ein toller Typ, erfolgreich, angesehen? Viele Menschen gehen dem Missverständnis auf dem Leim: Wenn die anderen kleiner sind, bin ich größer. Relativ gesehen stimmt das, absolut leider nicht. Trotzdem ein beliebter Trick: Wenn ich die Menschen um mich herum 'runtermache, sehe ich besser aus. Sie kennen es sicher: "Frau Müller kann ja nicht einmal eine ordentliche Nudelsuppe kochen!" Schon denken alle, sie wäre keine gute Köchin. Gefragt hat niemand; die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie es nie beweisen werden müssen. Oder im Betrieb: Je schlechter ich über die Kollegen rede, desto bessere Arbeit leiste ich? "Also was der Meyer da wieder letzte Woche...". Kommt Ihnen bekannt vor? Es gibt es auch in ganz großem Stil. Der Politiker mit der großen blonden Haartolle scheint Amerika dadurch wieder „great“ machen zu wollen, indem er alle anderen kleiner macht. Bestimmt können Sie sofort jede Menge Beispiele aus Ihrem Alltag ergänzen. Auch wenn so ein Trick erst einmal klappt: Auf die Dauer ist nichts gewonnen. Im Betrieb klappt die Arbeit nicht besser, wenn der schwarze Peter hin- und hergeschoben wird. Amerika wird auf diese Art und Weise keinesfalls „great“ werden - das werden wir in der nächsten Zeit ziemlich deutlich erleben. Allerdings gibt es jede Menge böses Blut, misstrauische Beziehungen, gestörte Zusammenarbeit und vergiftete Nachbarschaften. Kein schönes Leben. Es ist eine Falle. Was also tun?

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Andacht Februar 2017

Liebe Leserinnen und Leser!

Kennen Sie noch Karl May?  Männer kennen ihn wahrscheinlich noch, Frauen wohl weniger, denn mit Winnetou, Old Shatterhand, Old Surehand, den Helden Karl Mays, sind viele Generationen von Jungen aufgewachsen. Ob es heute auch noch so ist? Ich weiß es nicht.  Ob seine Bücher gut sind, das weiß ich auch nicht. Aber es lohnt sich, an Karl May zu denken. Der lebte in tiefster Provinz in Radebeul  in der Nähe Dresdens. Seine gewohnte Umgebung  konnte er nicht verlassen, dazu fehlte ihm das Geld.  Doch er dachte sich in andere Welten hinein.  Er schrieb über Amerika, Afrika, über Asien, er schrieb über Abenteuer mit Inkas, Cowboys und Indianer. Manchmal tauchten arabische Sätze auf. Er schilderte alles, als habe er es selber erlebt, aber tatsächlich hatte er nichts davon selber gesehen, geschweige denn erlebt. Auch die fremden Sprachen beherrschte er nicht.  Aber was wichtiger war:  Er hatte sich informiert. Er hatte  viel gelesen, seine Phantasie spielen lassen und dann seine  Bücher geschrieben. Und dabei hatte er ganz erstaunliche Einsichten. 

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Andacht Januar 2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ So lautet die Jahreslosung für das neue Jahr 2017. Sie steht beim Propheten Ezechiel im 36. Kapitel. Das Wort Losung stammt aus der Jägersprache und bezeichnet die Spur, der der Jäger folgt. Die Losung will uns daher eine Spur durch dieses Jahr legen.

Der Prophet Ezechiel erlebte, wie um ihn herum Herz und Geist verblassten. Nach der Eroberung Jerusalem 587 Jh. v. Chr. war die Oberschicht Israels nach Babylon verschleppt und dort angesiedelt worden. Da saßen sie nun in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache, einer fremden Kultur und einer fremden Religion. Überkommene Werte und Normen, religiöse Überzeugungen und Rituale verloren ihre Bedeutung. Eine umfassende Orientierungskrise war die Folge.

Doch das Volk Israel ging gestärkt aus dieser Krise hervor. Sie ersetzten ihren Tempelkult durch Synagogen, erfanden neue Lieder, überarbeiteten die alten Texte. Am Ende hatten sie ihren Glauben erneuert und gestärkt. Ein Lernprozess war in Gang gekommen: Man sortiert, woran man trotz allem unbedingt festhalten will, anderes wird aufgegeben, manches aus der neuen Umgebung aufgenommen, anderes abgestoßen. Eben zu solcher Auseinandersetzung ruft Ezechiel seine Mitgefangenen in Babylon auf. Ihnen gilt der Zuspruch Gottes: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

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Andacht Dezember 2016

Und der Engel sprach zu Maria: „Fürchte dich nicht, du hast Gnade bei Gott gefunden!

Lukas 1, Vers 30

Der Engel wird wiederkommen in unsere Häuser und unsere Herzen.

Der Engel sagt nicht: „Alles wird gut“ aber er sagt: „Ihr seid nicht allein. Gott ist unterwegs zu euch. Was auch immer geschieht in eurem Leben, was auch immer euch Angst macht, Gott kommt!“

Engel können ganz unterschiedlich aussehen. Oft erkennt man sie nicht sofort. Ein Engel kann die Erzieherin sein, die in der Kita ein Kind tröstet, dass Heimweh nach Mama und Papa hat. Engel sind für mich die Hebammen und Kinderärzte, die zu früh geborenen Kindern beim atmen helfen. Engel sind für mich all die vielen Menschen, die sich einbringen beim Adventsbasar, um anderen eine Freude zu machen. Es ist wieder Advent, die Engel sind unterwegs zu uns, sie werden kommen. Vielleicht bemerken wir sie nicht sofort, aber sie sind da. Vielleicht sitzen sie neben uns in der Bank oder warten zu Hause auf uns, aber sie werden kommen.

Engel sind die Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem Lehrer zur Kirche kommen, um für einen kranken Mitschüler zu beten.
Advent – die Engel kommen. Gott ist unterwegs zu uns.
„Fürchtet euch nicht“, sagen die Engel.

Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest!

Ulrich von Stuckrad-Barre, Pastor in Schiffdorf

November 2016

Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, erst dann merke ich so richtig, wie schön der Sommer war - und wie selbstverständlich ich mit dem Sommersonnenlicht umgegangen bin. Wenn der Herbst kommt, wird mir klar, dass ich für längere Zeit ohne viel Sonnenlicht auskommen muss. Und wenn November wird, brauchen wir besonders viel Licht für die schweren Themen, um die es in dieser Zeit geht. Auf die richtige Beleuchtung kommt es also an. Aber die Wahl der richtigen Beleuchtung ist gar nicht so einfach. Hell kann leicht zu hell sein. Wer schon mal den Eindruck hatte, dass die Lampen im eigenen Wohnzimmer oder im Gemeindehaus eigentlich gar nicht so hell sind und mal durch solche ersetzt werden könnten, die den Raum wirklich optimal ausleuchten, der merkt schnell, dass er vor einer schweren Entscheidung steht. Denn von Licht gibt es ganz viele unterschiedliche Arten. Es gibt zum Beispiel indirektes Licht - das ist das Licht, das im Allgemeinen für Gemütlichkeit sorgt. Meistens ist es nicht so angenehm, direkt in eine Lichtquelle zu schauen. Wenn Licht dagegen abgeschirmt und weich ist und trotzdem gut leuchten kann, dann sorgt es für Gemütlichkeit - eine gute Atmosphäre für die kurzen Tage ...

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Oktober 2016

Aufgeregt und voller Vorfreude kommen zwanzig Kinder mit ihrer Lehrerin die Treppe herunter. In der einen Hand eine leere Flasche, in der anderen ein Brettchen und ein scharfes Messer. Heute ist Apfelsafttag. Einen Vormittag mal keine Mathematik und kein Deutsch. Lernen durch Erfahrung ist angesagt. Die Kinder kennen natürlich Apfelsaft aus dem Supermarkt im Tetra-Pak oder in der Flasche. Aber wie der Apfel in die Flasche kommt, bzw. wie aus ihm Saft wird, das weiß niemand.
Seit vielen Jahren begleite ich Grundschulkinder aus Bremerhaven bei diesem Apfelsaftprojekt. In diesem Jahr war ich in der Goetheschule. Und es ist jedesmal wieder eine Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung sich die Kinder ans Werk machen. Zuerst die Äpfel waschen und kleinschneiden. Dann geht es an die Maschinen: Die Kinder dürfen an einer großen mechanischen Obstmühle die Äpfel kleinschreddern. Hier und da kommt ein herzhaftes „iiih“ aus den Mündern der Kinder, während die klebrige Masse in die darunterliegende Wanne fällt. Und im nächsten Moment fragen die gleichen Kinder „darf ich das mal anfassen?“. Die Neugierde hat gesiegt. Als letzten Schritt ...

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September 2016

Seit gut fünfzehn Jahren höre ich im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide Menschen zu und begleite und unterstütze sie. Menschen, die in einer besonderen Situation sind weil sie sich mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen und Krankheiten auseinandersetzen müssen.
Für manche geht es dabei nur um Tage oder Wochen, bis sie ihren Alltag und seine Normalität einigermaßen wieder zurückerobert haben. Andere gehen diesen Weg Monate und Jahre, einige ahnen oder wissen, dass ihre alte Alltagsnormalität nicht wieder zu erreichen ist und ihre Krankheit ihre Lebenserwartung stark verkürzen wird.
Unter diesen Eindrücken findet für viele Menschen das Leben wie in einem Brennglas statt. Erkenntnisse verdichten sich manchmal voller Verzweiflung und schmerzhaft, manchmal erhellend oder ganz neu sinnstiftend. Plötzlich wird klar und deutlich, was diesen Menschen wichtig und was ihnen eigentlich unwichtig ist. Sie wundern sich z.B., dass ihnen erst unter dem Eindruck einer Erkrankung deutlich wird, wie unnötig sie sich über Menschen, Situationen oder Gegebenheiten aufgeregt haben ...

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August 2016

Ein Sommerabend. Berlin-Mitte. 28 Grad mindestens. Ich war schon ein wenig müde. Verschwitzt sowieso. Aber es war mein letzter Abend und die letzte Möglichkeit in diesem Sommer. Eine Freundin hatte mich neugierig gemacht. Sie hatte ein Bild geschickt, ich speicherte es sofort als Foto auf dem Startbildschirm meines Smartphones. Eine Friedhofskapelle in Blau getaucht. Ein Altar, der gläsern in Farbe leuchtet. Ich war fasziniert von diesem Licht. Ich wollte das selbst sehen.

Am Abend boten sie eine Führung an. Bei Sonnenuntergang. Dafür war die Lichtinstallation programmiert. Von James Turrell. Ein international bekannter Raum-Licht-Künstler aus den USA. Aus einer Quäkerfamilie stammend. Quäker glauben daran, dass das Licht Gottes in jedem Menschen zu finden ist. Die Wurzel seiner Arbeiten liegt in dieser religiösen Tradition seiner Familie und seiner Kindheit begründet.

Nun war ich eine der Ersten, die den Friedhof in der Chausseestraße betrat, den Dorotheenstädtischen Friedhof. Der, auf dem die Berühmtheiten der Stadt und des Landes liegen. Es war schon dämmrig. Die Kapelle leuchtete. Nach und nach sammelten sich die Menschen. Vielleicht waren wir so dreißig Personen. Fast alles junge Leute zwischen 20 und 30, bis auf zwei ältere Frauen sprachen alle Englisch. Vielleicht waren die jungen Leute in Berlin zu Besuch, vielleicht leben sie für eine Weile in Berlin. In Mitte wird dieser Tage viel Amerikanisch oder Englisch gesprochen. Berlin ist derzeit einer der angesagtesten Orte auf der Welt.

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Juli 2016

Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.
Römer 15,7
 

Angenommen werden, so wie man nun einmal ist! Wie das Leben uns geprägt hat. Mit allen Ecken und Kanten. Einfach angenommen werden – diese Sehnsucht tragen wir wohl fast alle in uns. Und gerade in der Liebe spielt sie eine große Rolle. Nicht umsonst ist das Wort von Paulus ein gern gewählter Trauspruch. Der Apostel dachte dabei allerdings weniger an die Liebe zwischen zwei Menschen. Er hatte eine christliche Gemeinde vor Augen, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, die bei aller Verschiedenheit im Alltag miteinander klarkommen musste. Das war schwierig, damals wie heute. Sonst würden wir bei Paulus nicht ständig solche Sätze hören. Ich gebe zu: Wenn jemand mir die Vorfahrt nimmt (Bremerhavener Spezialität!), pampig ist oder mir zu verstehen gibt, wie wenig er schätzt, was ich tue, wie ich bin – dann fällt Gelassenheit schwer. Vom Annehmen des andern ganz zu schweigen. Und ich selbst bin ja auch schnell genervt, wenn ich mir zum x-ten Mal dieselben Sprüche anhören, dasselbe Verhalten parieren muß, das mich schon immer gestört hat.

Es hilft, sich klarzumachen, dass in der Bibel die „Liebe“ gar nicht so oft etwas mit den ganz großen privaten Gefühlen zu tun hat. „Annehmen“ heißt nicht gleich uneingeschränktes Ans-Herz-Drücken. Eher geht es um Achtung vor den anderen Menschen, um das Bewusstsein der Verantwortung für ihn, auch wenn er nicht mein bester Freund ist. Denn Gott hat auch diesem Menschen seine Würde gegeben und Christus ihm seine Liebe geschenkt.

Seit vier Jahren bin ich Pastorin an der Marineoperationsschule und begleite Soldatinnen und Soldaten auch in Einsätze. Für die jungen Männer und Frauen in der Grundausbildung steht dabei regelmäßig ein sogenannter „Erstkontakt“ mit der Militärseelsorge auf dem Unterrichtsplan. Viele kommen dabei tatsächlich zum ersten Mal mit einem Menschen ins Gespräch, der für „Kirche“ steht. Ein solcher Vormittag vergeht oft wie im Flug, weil beide Seiten so viel zu fragen und zu erzählen haben. Die Rekrutinnen und Rekruten berichten dabei oft: Zum ersten Mal erleben sie ganz konkret, was „Kameradschaft“ bedeutet – tatsächlich zählt sie ganz nüchtern zu den soldatischen Pflichten. Doch im Zusammenleben auf Stube – inklusive der Schlaf-, Eß-, Wasch- und Aufräumgewohnheiten der anderen – kann das eine ganz schöne Herausforderung bedeuten. Aber auch die Erfahrung von Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Verständnis steht dahinter. Und das alles eben zusammen mit ...

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Juni 2016

Geist des Friedens

Die Kirchen setzen sich für Flüchtlinge ein und treten fremdenfeindlichen Bewegungen mit deutlichen Worten entgegen. Sie argumentieren: Fremdenfeindlichkeit widerspricht dem Gebot der Nächstenliebe und der Menschlichkeit. Fremdenfeindlichkeit schadet Deutschland - wirtschaftlich, politisch und kulturell. Genauso treten die Kirchen einer Islamfeindlichkeit entgegen. Die Religionsfreiheit, eines der wichtigsten Menschenrechte, gilt auch für Muslime ohne Einschränkungen. Wir stellen uns vor Menschen, die – wie wir – religiös sind und verteidigen sie vor religionsfeindlichen Bestrebungen.

Durch zugleich fremden- wie islamfeindliche Bewegungen entsteht fälschlicherweise der Eindruck, Flüchtlinge und Migranten bei uns seien fast ausschließlich Muslime. Dieser Eindruck täuscht – tatsächlich sind eine Mehrheit der Migranten bei uns Christen und auch eine gewichtige Minderheit der Flüchtlingsbewegungen der letzten Jahre. In der Katholischen Kirche und in manchen evangelischen Freikirchen spiegelt sich diese neue „Buntheit“ der Christenheit in Deutschland wider.

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Mai 2016

„Mama, du verstehst mich nicht.“ Wie oft bekommen Eltern diesen Satz zu hören. Du verstehst mich nicht. Du weißt nicht, wie es mir geht. Du weißt nicht, was mich beschäftigt. Du hast keine Ahnung von dem, was mir wichtig ist!

Ihr versteht mich ja doch nicht! Kinder über Eltern, Eltern über Kinder, Frauen über Männer und umgekehrt, Junge über Alte. Vielleicht kennen Sie das: Die Worte kommen bei mir an, aber ich verstehe sie nicht. Und noch deutlicher wird es, wenn wir eine Sprache nicht verstehen. Das kann die Gemeinschaft gefährden, wenn wir uns im täglichen Miteinander nicht verstehen.

Pfingsten erzählt uns die Apostelgeschichte, dass plötzlich Sprachgrenzen überschritten werden. Gottes Geist Veränderung zwischen Menschen, die sich sonst nicht verstehen.

Gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel waren am Pfingsttag in Jerusalem zusammen. Viele Menschen waren nach Jerusalem gekommen. Ein Sprachgewirr. Die Gruppe um Jesus irgendwo hinter verschlossenen Türen. Mit der ängstlichen Frage: Wie soll es denn nun weitergehen? Die Jünger sind auf sich gestellt. Jesus ist nicht mehr da und von Aufbruchsstimmung ist nichts mehr zu spüren. Wer rechnet jetzt noch mit großen Überraschungen?

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April 2016

Vielleicht kennen Sie das: Es gibt Wege, die möchte man nicht allein zurücklegen. Da ist es gut, wenn man jemanden an der Seite hat.

Wenn Sie darüber nachdenken, dann fällt Ihnen bestimmt das eine oder andere Beispiel ein. Z.B.:

  • Schwierige Gespräche. Solche hat man in jungen Jahren mit dem strengen Lehrern.

  • Oder später dann das eine oder andere Streitgespräch.

  • Oder der unangenehme Arztbesuch.

  • Oder auch ein kritisches Gespräch mit dem Chef.

Oder vielleicht kenn Sie auch das, dass es Zeiten gibt, in denen sich der Weg verdunkelt.

Gut auch, wenn man auf diesen Stecken nicht alleine ist. Dann, wenn es dunkel um einen wird.

  • Wenn etwas nicht geworden ist, wie es sein sollte.

  • Wenn man sich verfangen hat in düsteren Gedanken.

  • Wenn die Gesundheit bedroht ist.

  • Wenn man Abschied nehmen muss.

  • Wenn sich alle Hoffnung zerschlägt.

  • Wenn man im Herzen allein ist und andere einen nicht mehr erreichen.

Dann kann man nicht mehr richtig wahrnehmen, was um einen herum geschieht.

Dann wünscht man sich an einen anderen Ort.

Dann will man nur noch weg.

Gut, wenn man dann nicht allein auf dem Weg ist.

Gut, wenn man auf jemanden trifft, der zuhören kann, der die richtigen Worte findet, die das Herz öffnen können.

Die Bibel erzählt eine solche Geschichte ...

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März 2016

Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe. Johannes 15,9

Vor kurzem erzählte mir ein Freund von einer Begegnung der besonderen Art an der Kasse eines Supermarktes:

„Vor mir an der Kasse ein Ehepaar mit einem kleinen Jungen. Er hatte einige Süßigkeiten aufs Band gelegt. Plötzlich nahm er ohne die geringste Aufforderung durch die Eltern die Süßigkeiten und legte sie zurück ins Regal. Ich äußerte den Eltern gegenüber meine Verwunderung. Ich hätte es noch nie erlebt, dass ein Kind von selbst ohne Murren und Geschrei Süßigkeiten zurücklegen würde, sagte ich. Sie antworteten: Er hat sich daran erinnert, dass er zu Hause ganz viele Süßigkeiten hat, und dass er keine braucht. Da bin aber beeindruckt, sagte ich den Eltern. Mir erzählte er dann: Stell dir vor, die Eltern haben gestrahlt über dieses besondere Lob und den Kopf ihres Sprösslings gestreichelt.“

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Februar 2016 Matthäus, 11,25

Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt (Matthäus 11,25)

In meiner Kinderzeit haben sich die Nachbarn gegenseitig verdächtigt. Die jeweils andere Gruppe mit ihrer Glaubenspraxis „zur Kirche zu gehen“ wurde kritisch beäugt. Versteckt wurde dabei vorgehalten: Dort betet ihr und dann macht ihr sofort wieder das Gegenteil. Für mich führten diese Verdächtigungen dazu den Anderen besser verstehen zu wollen. Ähnlich erlebe ich heute die Verdächtigungen gegenüber anderen Glaubensformen. Dabei wird der Alltag an vermuteten ethischen Grundsätzen gemessen und beurteilt. Meistens führt es zur Ab- und Ausgrenzung des Anderen.
Ganz anders begreife ich Jesus Christus mit seiner Aussage zum Beten. Ich verstehe wie er Menschen in Gespräche gebracht hat. Mit Anderen in Harmonie leben, in wertvollen Gesprächen bleiben, kann ich nur, wenn ich bereit bin auch verborgene Beweggründe und Vorbehalte anzusehen. Verborgene Vorbehalte führen im Miteinander oft zu Vorwürfen. Zugleich wird das Gespräch kalt. Es bleibt stecken.

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Januar 2016

Herrlich, so ein freier Kalender! Das ganze Jahr 2016 liegt offen da. Verzeichnet sind schon die Feiertage. Ostern ist sehr früh, Ende März, und Anfang Mai folgen Himmelfahrt und Pfingsten. Und früh sind auch die Ferien. Ende Juni schließt das Schuljahr und Anfang August fängt das neue wieder an.

Als erstes werden die Geburtstage eingetragen und ich stelle fest, dass einige „runde“ Geburtstage zu erwarten sind. Wie schön! Neue sind dazu gekommen, neue Freunde und auch Kinder, die in der Familie und im Freundeskreis geboren sind. Auch die Geburtstage der Verstorbenen führe ich weiter. Schließlich bleiben sie ein Teil meines Lebens.

Jetzt folgen die Planungen. Eigentlich sind ein paar Schönheitsreparaturen in der Wohnung dran. Wann ist der günstigste Zeitraum? Vorgenommen hatte ich mir auch Besuche bei Freunden und Verwandten in der Ferne. Schließlich sieht man sich viel zu selten. Wann würde ich am liebsten Urlaub nehmen und wann ist es wirklich möglich? Da gibt es auch in der Familie unterschiedliche Vorstellungen und Vorgaben. Und dann sind da noch die Verabredungen, die bereits getroffen sind, und die Aufgaben, die ich mit in das neue Jahr nehme.

Und schon ist der Kalender nicht mehr so frei. Es kostet seine Zeit und viel Überlegung, bis der Plan steht, mit dem man zufrieden sein kann.

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Dezember 2015

Liebe Gemeinde,

in der Nacht ist es geschehen. In der Nacht, so erzählt das Lukasevangelium, in der Nacht – da waren die Hirten draußen auf dem Felde... Kalt wird es gewesen sein, dunkel sowieso. Und dann wach bleiben, Schafe hüten, die anderen gehören. Naja, zum Leben reicht es – aber zu was für einem Leben!

Da ist Sehnsucht nach so viel mehr: Sehnsucht nach Wärme und Licht (nicht bloß wegen der kalten Nacht, sondern Sehnsucht nach Wärme unter den Menschen), Sehnsucht nach Sicherheit, nach Liebe, nach Frieden (denn eine unfriedliche Zeit war es auch damals), Sehnsucht vielleicht (man ist realistisch) nach einer ein bisschen heileren Welt.

Und dann passiert’s! Eine Einladung – ausgerechnet an die da draußen, an die im Dunkeln: Fürchtet euch nicht! Stattdessen freut euch mit großer Freude! Was ihr ersehnt, Rettung, Erlösung – es ist in die Welt gekommen! Ihr könnt es sehen, berühren. Geht hin nach Bethlehem, überzeugt euch!

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November 2015

„Bevor ich sterbe,                  möchte ich …“

…einmal jeden Kontinent betreten haben.

… glücklich sein                     

… zum Indian Summer nach Vancouver.“

Das steht auf großen Tafeln. Und weiter heißt es:

„Bevor ich sterbe,

… möchte ich Sana heiraten.

… möchte ich etwas bewegen 

… möchte ich den Jakobsweg gehen.“

Das wurde von Studierenden auf die Tafeln geschrieben, die vor ihrer Mensa standen. Und von anderen, die in der Stadt an solchen Tafeln vorbeigelaufen sind.

 

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Neuanfang

In diesen Wochen können wir viele Neuanfänge miterleben. Manche ganz unspektakulär, wenn es nach den Sommerferien einfach in die nächst höhere Klasse geht oder wenn es beim Bäcker eine neue Auszubildende gibt. Andere Ereignisse, wie der Aufbruch nach Amerika als Au-pair für ein Jahr  oder wie die vielen Erstklässler, die sich schon so lange darauf freuen endlich zur Schule gehen zu dürfen lassen uns lächeln und wir freuen uns mit. Das sind viele tolle Ereignisse und Erlebnisse, für die meisten etwas ganz besonderes. Die spektakulären Ereignisse feiern wir auch gebührend und für viele bedanken wir uns bei Gott für seine Begleitung und seinen Schutz, das ist doch klar.

Es gibt aber auch viele Neuanfänge die angstbesetzt sind und uns erschrecken. Für manchen Menschen gibt es nur noch die Hoffnung auf einen Neuanfang in einem anderen Land, weil sie aus ihrem Heimatland aus Angst um ihr Leben geflüchtet sind. Die Nachrichten über erstickte Flüchtlinge in einem LKW, ertrunkene Menschen auf dem Meer, weil die überladenen Schlauchboote es nicht ans rettende Ufer geschafft haben, viel Stacheldraht und sehr hohe Zäune, Angriffe auf Unterkünfte oder die Asylsuchenden selber machen uns ebenfalls Angst und verunsichern viele. Was kann ich denn dagegen machen, wie soll ich was verändern?

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.  Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“ (Matth. 6,33-34)

Aber was ist denn jeden Morgen, wenn wir wieder wach werden und den kommenden Tag vor uns haben? ...

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Ein Umschlag

Neulich im Seniorenkreis. Kleine Andacht vorneweg. Ich lese den Psalm, der zu dem hinter uns liegenden Sonntag gehört, weil der ja auch zu dieser Woche gehört: Psalm 139. „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Dieser Spruch und etliche andere sehr schöne Sprüche stehen im 139. Psalm. Für manche kann ich mich geradezu begeistern. Konfirmandinnen und Konfirmanden wählen gern aus dieser Fülle: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Oder Eltern von Täuflingen: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, das erkennt meine Seele.“

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Gedenken

Vor einem viertel Jahrhundert stand ich vor einem Denkmal. Im ersten Moment dachte ich an ein Kruzifix auf einer Atombombe. Doch bei genauerem Hinsehen erkannte ich ein Mädchen, deren in den Himmel erhobenen Hände einen goldenen Kranich im die Luft strecken. Um das ganze Denkmal herum lagen zu Schlangen zusammengefügte gefaltete Kraniche. Dieses Denkmal erinnert an die beim Abwurf der ersten Atombombe gestorbenen Kinder. Es steht im Friedenspark in Hiroshima, nur wenige hundert Meter entfernt vom Ort der Detonation von "Little Boy".

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Wie kommen wir miteinander ins Gespräch?

Am frühen Morgen stand ich an der Kasse im Supermarkt, ein paar Sachen waren im Einkaufswagen, eine Kundin nur vor mir. Ich wurde Zeugin eines Gesprächs, in dem sich Kassiererin und Kundin darüber beklagten, dass ja auch alles, was man hinzuverdient gleich wieder abgezogen würde. Es bliebe so wenig übrig und würde sich nicht lohnen. Aber die müssen ja die Flüchtlinge unterhalten. Das sei ihr so egal, sagte die eine, ihretwegen könnten die alle ertrinken im Mittelmeer. – So deutlich hatte ich das noch nicht gehört.

Ich ließ meine Waren auf dem Band, fragte aber die Kassiererin, ob sie denn das erleben wollte, was die Flüchtlinge in den letzten Monate oder Jahren durchlebt hätten? – Betretenes Schweigen. Dachte sie nach?

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Gott ja, aber wozu Kirche?

„Ich glaube an Gott, aber dafür brauche ich die Kirche nicht.“ Viele Menschen sagen solche oder ähnliche Sätze und werfen damit eine berechtigte Frage auf. Wenn es Privatsache ist, woran ich glaube, dann muss es doch keine öffentliche Institution geben, in der der Glaube gelebt wird. An Gott glauben, zu ihm beten und in der Bibel lesen können wir doch auch allein. So überraschend es zuerst auch klingen mag. Ich denke, dass solche Einstellungen und Einsichten so verbreitet sein können, liegt an dem großen Erfolg evangelischer Theologie. (Mit nur einem Click lesen Sie mehr…)

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April 2015

Es ist Osterzeit! Als ich vor vielen Jahren Konfirmand war, da empfahl uns unser Pastor, dass wir in der Zeit von Ostern bis Pfingsten uns doch als Christen mit dem alten Ostergruß grüßen sollten. Und so haben mein bester Freund und ich uns in der Schule immer begrüßt: „Der Herr ist auferstanden!“ und der andere antwortete: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Wir fanden das klasse, die Mitschüler fanden uns eher komisch.

Ostern erinnert uns an diese Botschaft der Auferstehung. Es tut gut, sich darin zu vergewissern und sie sich sagen zu lassen. Auch wenn man sich vielleicht nicht traut, sich damit auf der Straße zu begrüßen.

Es ist oft schwer zu glauben. Darum brauchen wir diese Erinnerung und Vergewisserung. Das Evangelium des Ostersonntags erzählt uns die Geschichte von den Frauen, die am Sonntag morgen in aller Frühe ans Grab gingen, um nach dem Toten zu schauen und dann hören, dass er auferstanden ist. Nun waren sie aufgebrochen, schon im Zwielicht der Dämmerung hatten sie wohlriechende Öle gekauft, um seinen Leichnam zu salben.

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Februar 2015

Sichtweisen

 

Ein halb gefülltes Glas steht auf dem Tisch und wird von den Sitzenden betrachtet. 

Halb leer: So wenig nur noch - Das ist viel zu wenig ...

Halb voll: So viel noch - Das ist ja noch viel mehr ...

Diese Aussagen sind geprägt von Erfahrungen, von Erwartungshaltungen und Vielem mehr.

Wenn wir uns diese Situation vor Augen führen sehen wir: Real ist im Glas immer gleich viel, aber in der Wahrnehmung wirkt es verschieden. Unsere eigenen Vorstellungen und Erwartungen bewerten entweder die Leere oder die Fülle im selben Glas.

Ähnlich ergeht es uns mit vielen Erlebnissen.

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Andacht für den Monat Januar

Backhefe

In der 20g Packung im Supermarkt kann man sie kaufen. Meist muß man ordentlich suchen, bis man versteckt im Kühlregal die kleine Pappschachtel mit den Hefeklötzen findet. Aber ohne Hefe geht es nicht: Der Teig würde hart und klitschig bleiben. 20g reichen für 1kg Mehl locker aus, nach einer guten Stunde Geduld füllt die kleine Teigkugel schon die ganze Backschüssel aus. Es ist schon erstaunlich, was man mit so einem kleinen Würfel Backhefe alles erreichen kann. Und was schiefgeht, wenn man ihn weglässt!

Die Hochhäuser in Bremerhaven sind wesentlich höher als die Kirchen. Viele Menschen nehmen nur am Rande wahr, dass es kirchliche Gemeinschaften in Bremerhaven gibt. Man kann uns ganz gut übersehen.

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Denkanstoss

Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien. Jes 35,1
Eine triste Szenerie im Spätherbst.
Wenn die bunten Blätter gefallen sind,
wenn der Nebel immer dichter wird,
wenn die Dunkelheit immer früher kommt: Einöde
Wenn das pralle Leben schlaffer wird,
wenn trübe Gedanken alle Freude im Keim ersticken,
wenn die Hoffnung auf ein besseres Gelingen immer schneller erkaltet: Steppe
Wenn einst Schönes verwelkt,
wenn einst Lebendiges verrostet,
wenn einst Fröhliches verstummt: Wüste
Doch dann hört man einen Ton. Erst ganz leise nur, dann
deutlicher. Eine Violine spielt, ein Mädchen tanzt:
Sie tanzt und spielt und spielt und tanzt immer lauter, immer
bewegter.
Es wird hell um sie herum. Die Farben kehren zurück.
Farben und Musik färben ab und klingen weiter.
Menschen richten sich auf. Wenden sich einander zu, versöhnen
sich.

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Andacht für den Monat Oktober - Hebräerbrief Kapitel 13 Verse 15-16

„So lasst uns nun durch Jesus Christus Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.

Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebräerbrief Kapitel 13 Verse15-16)

 Irgendwann waren sie da. Mal zu zweit, mal zu viert, mal zu sechst. Sie sitzen auf der Bank am Bohlenplatz. Sie kommen zum Dorffest. Sie grüßen freundlich. Sie suchen Anschluß, Kontakt.

 Seit etwa 4 Wochen leben 10 junge Männer aus dem Sudan in Schiffdorf. Menschen aus einem Teil der Erde, der für uns unendlich weit weg ist. Sie stammen aus einer Gegend, die wir überwiegend nur vom Hörensagen kennen. Jetzt sind sie da. Sie haben Schlimmes erlebt in ihrer Heimat. Ihre Augen haben Schreckliches gesehen. Man geht nicht so einfach weg aus seiner Heimat. Über das Mittelmeer sind sie nach Europa gekommen. Jetzt sind sie bei uns.

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Ein Besuch kurz vor Mitternacht an der Nordsee

Im Reiseführer war Marilyn Monroe groß angekündigt. Ein Foto zeigte eine Staute von ihr, die direkt am Hafen stehen sollte, um auf die norwegischen Filmfestspiele hinzuweisen, die jedes Jahr im August in Haugesund stattfinden.

Stimmt, die Statue war da. Ich ging vorbei, denn im Reiseführer war mit letztem Satz noch erwähnt: Neben dem Nationaldenkmal sei auch ein altes Steinkreuz auf einem Kreuzhügel.

Im Stadtplan hatte ich den Ort einigermaßen identifiziert, nicht ganz nah, aber erreichbar. Mein Weg führte durch die Fußgängerzone, durch einen kleinen Park, durch Einbahnstraßen, nur frei für Radfahrer, Schule und Kindergarten lagen am Weg, Häuserreihen, eine Kirche, ein Friedhof, Einfamilienhäuser. Doc h ich näherte mich, gleich müsste ich etwas sehen können.

Ja, die Fahnen des Nationaldenkmals, der Obelisk in der Mitte, darum 29 aufgestellt Steine, im 19. Jahrhundert an der Stelle errichtet, an dem sich die verschiedenen Volksstämme zu Norwegen zusammengeschlossen hatten. Ein Mann und eine Frau waren noch unterwegs, fotografierten die Anlage.

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Nächste Runde

Der Ball ist rund.
Die Erde auch.
Rund ist der Bauch
mit Baby drin
(prall wie ein Ball).
Rund ist das Ei,
das dazu führt.
Das andre ist
oval. -

Wie ist das All?
Ich wähn es rund.
Eckig ist’s nicht.
Es dehnt sich aus,
sagt die Physik.
Das runde All
erschuf der Gott,
der auch Physik
in Händen hat.

Er schuf, er sprach:
Ich mach dich rund!
Aus Nichts wurd Was.
Was wurde da?
Das alles, All!

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Andacht für den Monat Juni

„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ (Galater 5,22-23)

„Das Gute ist der Feind des Besseren.“ Dieser Spruch wird gern von ehrgeizigen Menschen in Unternehmen und Behörden zitiert. Dahinter steht das Bestreben, Arbeitsabläufe oder die Qualität von Produkten ständig zu verbessern.

Klicken Sie auf die Überschrift um die ganze Andacht zu lesen

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Andacht für den Monat Mai

„Sicher sein“

8. Kiste, 9. Kiste, 10.Kiste. Eine geht noch, okay eine schaffe ich noch.

Oh ist das wackelig hier oben. Ah jetzt muss ich die Kiste gleich fangen, da falle ich doch eh herunter. Was passiert wenn ich falle? Nicht dran denken, weiter machen. Ah ich wackele, ich hab kein Halt mehr!

< Krach. >

Alles fällt zusammen. Und ich falle, aber nur einen kurzen Moment, dann habe ich wieder Sicherheit. Das Seil hält mich.

Der Kletterer oder die Kletterin fragt sich, warum bin ich nur zum Kistenklettern angetreten? Warum hab ich mir das angetan, warum konnte ich nicht einfach Nein sagen?

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Andacht für den Monat April

Trauern braucht Zeit
Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden (Johannes 16,20)

Auf dem Küchentisch liegt der Brief einer Freundin. Von außen ist dem Briefumschlag nicht anzusehen, welch traurige Zeilen darin aufgeschrieben sind. Schon nach den ersten Sätzen aber wird klar, dass ein Schicksalsschlag die Familie unserer Freundin getroffen hat: Vor wenigen Tagen hat sich ihre 18jährige Patentochter kurz vor dem Abitur das Leben genommen.

Fassungslosigkeit und tiefe Trauer legen sich beim Lesen wie ein düsterer Schleier über das Papier. Was hat diese junge Frau umgetrieben, diesen einsamen Entschluss zu fassen, ihrem noch so jungen Leben ein Ende zu setzen? War es vorauszusehen, hätte irgendjemand das verhindern können, was war das für eine schwere Last, die sie mit sich trug? Wie sollen die Angehörigen, Vater, Mutter, Geschwister und alle, die eine lebendige Verbindung zu diesem Mädchen haben, ohne sie weiterleben?

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Andacht für den Monat März

Viele kritisieren heute die Religionen. Sie verdummen die Menschen und setzen sie überflüssigen Zwängen aus, heißt es. Wer religiös ist, neigt dazu, anderen mit Gewalt seinen Glauben aufzuzwingen, sagen Kritiker. Der Philosoph Peter Sloterdijk behauptet sogar: Religion ist totalitär. Dabei beruft er sich auf das Alte Testament und spricht von „totaler Mitgliedschaft“. Gott schließe einen totalitären Bund mit dem Volk Israel. Wer seinen Geboten gehorcht, wird gesegnet. Wer sie nicht befolgt, wird getötet. Wenn wir heute die fünf Bücher Mose lesen, finden wir darin in der Tat vieles, was wir fremd und unangenehm finden. Dass Gott dort manchmal die Tötung der Sünder befiehlt, können und wollen wir heute nicht mehr nachvollziehen. Ist Religion also totalitär?
Ich glaube, Sloterdijk benennt etwas Richtiges. Der heilige Gott und der Mensch, wie er nun einmal ist – oft selbstbezogen, aufs eigene Interesse bedacht, der sich für Gott nur interessiert, wenn er ihn braucht – passen nicht zusammen. Wenn beide aufeinander treffen, wird es ungemütlich für den Sünder, kommt es zum blutigen Zusammenstoß.

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Andacht für den Monat Februar

„Es ist Vesperkirche.“

So begann eine Kollegin aus der evangelischen Konkordienkirche in Mannheim ihre Radioandacht. Und erzählte von Menschen, die die Vesperkirche besuchen. Jedes Jahr werden im Winter für vier Wochen die Bänke abmontiert. Stühle und Tische werden reingetragen, der Raum vorbereitet, damit täglich Hunderte Menschen Platz zum Essen finden. An Spitzentagen kommen 600 Menschen zur Vesper, wie man im Süddeutschen für eine Mahlzeit sagen kann. Manche sind gleich früh vor Ort und bleiben bis die Kirchentür ins Schloss fällt. Mit An- und Abreise und sich Zeitlassen ist ein Tag herum und die Heizung zuhause muss nicht angestellt werden. Die monatliche Rente ist bei manchen sehr knapp. So lässt sich Geld sparen für ein paar neue Schuhe. Die Altersarmut nimmt zu.

 

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Andacht für den Monat Dezember

Im Advent öffnen sich Türen. So machen es die Kinder Tag für Tag bei den Adventskalendern. Im Advent öffnen sich Türen. So singen wir in vielen Advents- und Weihnachtsliedern.

 Im Advent öffnen sich Türen. Die größte und entscheidende Tür, die sich öffnet, ist die zwischen Himmel und Erde, Gott und den Menschen. „O Heiland, reiß die Himmel auf“ singen wir, „reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.“ (EG 7,1) Im Adventslied ist dies noch menschliche Sehnsucht und Bitte an den Heiland. Im Weihnachtslied steht dann schon die jubelnde Feststellung: „Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr dafür.“ (EG 27,6) Die Tür zwischen Himmel und Erde, die sich durch unsere Sünde geschlossen hat, öffnet Gott wieder. Er schickt dafür seinen Sohn in unsere Welt und lässt ihn Mensch werden. Seitdem dürfen wir unter einem geöffnetem Himmel leben. Gottes Liebe hat in Christus alle Türen geöffnet und den Weg zum Himmel frei gemacht.

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Andacht für den Monat November

Zeit der Stille und der Besinnung
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Novemberstimmung. Kühl und windig ist es
schon länger. Man mag lieber daheim im Warmen sitzen, als hinaus zu gehen in
nasse Deich-Wiesen und grau wirkende regennasse Strassen. Die Bäume haben
ihre Blätterpracht abgelegt, die Sonne wärmt nicht mehr, der Himmel Wolken
verhangen. Zeit für Melancholie ... Zeit auch, um Bilanz zu ziehen.
Zeit der langen, dunklen Abende.

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Andacht für den Monat Oktober

Im Oktober feiern wir in den Kirchen das Erntedankfest. Die Kirchen sind dann reich geschmückt mit dem, was unsere Gärten und Felder an guten Gaben hergeben: Obst, Gemüse, Salat, Blumen. Dazu kommt alles, was Menschenhände schönes daraus zaubern: Brot, Nudeln, Konserven, Saft, Wein....

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Himmel und Erde sind dein

Lange bevor der Mensch das Rad oder den Ball erfunden hat, ist der Kreis eine Urform der Natur, von Gottes Schöpfung – im Großen wie im Kleinen. "Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist", heißt es im 89. Psalm. Die Erde ist rund – die Menschen der Antike haben sie als Scheibe gesehen, wir wissen, dass sie eine Kugel ist.

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Mein "Halte"-Seil

„Ich muss jetzt fast jeden Tag zu Trauerfeiern“, so teilte mir es ein Mann vor einer Trauerfeier mit. Es war ein Seufzer mit der unausgesprochenen Bitte: „Nicht noch mehr - es wird so schwer - aber gut, das ich es aussprechen darf.“

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März 2013

An einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC spielte ein Mann an einem kalten Januar Morgen für 45 Minuten auf seiner Violine sechs Stücke von Bach.

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Im Freundeskreis sprechen wir wieder einmal über Probleme unserer Zeit.

Im Freundeskreis sprechen wir wieder einmal über Probleme unserer Zeit. „Der Islamismus macht mir Angst. Das Vordringen in Mali, die Besetzung des Gasfelds in Algerien mit den vielen Toten.

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Hebräer 13,14

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Nee, bleiben tut hier nichts. Immer verändert sich etwas. Ein Haus wird abgerissen, eine Freundschaft geht in die Brüche. Ein neues Haus wird gebaut, neue Nachbarn ziehen ein, man lernt neue Leute kennen. Bleiben tut nichts, wie es war - so schön das manchmal wäre!

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Advent - eine Sehnsucht nach Geborgenheit

Als die Hirten gegangen waren, wurde es still im Stall. Die Ruhe tat Maria und Joseph gut. Lange schauten sie sich schweigend an. In ihren Blicken lang ein Glanz der Freude, der Dankbarkeit und des Stolzes: Es war ihr Kind, das da im Futtertrog lag.

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Zeichen der Hoffnung

Zum Monat November gehören dunkle und trübe Tage, ein Hauch von Vergänglichkeit in der Natur und oft auch in unseren Gedanken. Nicht zufällig fallen in diesen Monat Sonntage wie der „Volkstrauertag“ oder der sog. „Totensonntag“ - auch „Ewigkeitssonntag“ genannt“ - , an denen wir besonders der Verstorbenen gedenken. In solchen Zeiten brauchen wir besonders Zeichen der Hoffnung.

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Was trägt uns?

- „Toi, toi, toi!“, sagt mir die Patientin und klopft auf den Holztisch, als ich sie frage, wie sie sich denn nach ihrer Operation fühle. Und ich muss schmunzeln, dass sie solch einen alten Abwehrzauber benutzt um mir zu sagen: „Es wird im Ergebnis schon gut gehen und gelingen!“

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September 2012

Auf meine Frage, wohin denn ihr Urlaub ginge, sagte mir die ältere Frau: Von Urlaub würde sie nicht mehr sprechen, seitdem sie im Ruhestand sei. „Kinder machen Ferien, Erwachsene Urlaub und Rentner reisen“, meinte sie. Eine spannende Unterscheidung, dachte ich, aber stimmt.

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Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

Psalm 147,3: Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
 
Manchmal werden Bibelverse so aktuell, dass man sich selbst nur wundern kann. So erging es mir, als ich den Monatsspruch las. Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

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Zwei Brotdosen für die Lebensreise

Ich erzähle Ihnen von unserem letzten Kindergottesdienst vor der Ferienzeit:

Ich habe den Kindern 2 verschiedene Brotdosen mitgebracht. Die eine kannten sie gut: Aus Plastik, darinnen in Butterbrotpapier eingeschlagen ein Butterbrot mit Käse und einem Salatblatt dazwischen. Jeder kennt sie, diese Brotdose.

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Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. 1. Kor. 15,10

Kennen Sie das Lied von Herbert Grönemeyer: „Keiner liebt mich so wie ich“? In sehr lustiger Weise erzählt er hier, wie gerne er mit sich ist, spazieren geht, lacht … Ich habe herzlich darüber gelacht, als ich es im Mai in Bremen von Herbert gehört habe.

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Grundwortschatz

Als ich Schüler war, hatte ich einen englischen Grundwortschatz: Ein Lexikon mit den wichtigsten Wörtern und Wendungen der englischen Sprache. Wenn es darum geht, was Konfirmandinnen und Konfirmanden kennen und können sollen, spreche ich gern vom christlichen Grundwortschatz.

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Johannes 19,26 f

Draußen erwacht die Natur. Die ersten Frühlingsblumen blühen. Krokusse. Tulpen. Narzissen. Leuchtende Forsythien. Die Bäume zeigen ihr erstes zartes Grün. Die Natur bringt neues Leben hervor und wir genießen die Sonne nach einem langen Winter. Endlich!

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Philipper 2,11

„Und alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr sei zur Ehre unseres Gottes“
Eigentlich sprach nichts dafür, dass es einmal so werden würde. Sie waren nur wenige, ein paar Frauen und Männer, die sich in dieser Stadt trafen, ein paar Familien in anderen Städten, alle weit voneinander entfernt.

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Glauben Christen an zwei Götter?

Bei den Losungen, den Bibelworten für den Tag, am 26. Januar sagte im alttestamentlichen Vers ein gewisser Naaman, ein durch Gott geheilter syrischer General: „Dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern, sondern allein dem HERRN.“ (2. Könige 5,17)

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Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig

Jahreslosung 2012: Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2. Korinther 12,9

Ein gutes Neues Jahr und vor allem Gesundheit! Natürlich auch Glück und Erfolg. Es ist schön, dass wir uns dieses alles zum Jahreswechsel wünschen. Und wenn wir krank sind? Wenn wir gerade in einer Krise stecken, unglücklich sind und Erfolge nicht so wirklich wahrzunehmen sind?

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